Verrücktheit für Markenartikel – eine traurige Geschichte

Wisst ihr, dass viele Japaner Markenartikel mögen? Sie wollen schöne Sache haben, das ist gut, aber wahrscheinlich, obwohl sie den kleinen Unterschied von Preisen wichtig finden (das ist auch wichtig). Ich habe wie andere Japaner solche Markenartikel, z.B. von „Louis Vuitton“, „Christian Dior“ oder anderen Herstellern. Alle waren übrigens irgendwie Geschenk von jemandem. Aber die kann ich jetzt als eine Mutter nicht wirklich benutzen, da Spielzeuge oder Windeln nicht gut reinpassen. Und wenn sie schmutzig werden, kann ich sie auch nicht in die Waschmaschine rein packen. Ich glaube, weil nicht alle, aber viele unter irgendeinem Druck und Unzufriedenheit mit wenig Freiheit leben, wollen sie irgendwie damit den Stress reduzieren.

So, was ich euch heute erzählen möchte, ist was ich in echt erlebt habe. Es gibt eine Internetseite, wo man im Ausland nach Hilfe mit und ohne Geld fragen kann. Diese heißt „Traveloco“. Ich weiß nicht, ob das nur in japanisch ist – das ist jetzt auch egal. Ich habe die Seite gefunden und fand es gut, dass ich irgendwie Japanern helfen kann. Jemand wollte da, dass ich hier in Geschäften Markenartikel kaufe, und nach Japan schicke, ich dachte das ist eine Import-Firma. OK, das ist gar nicht schwierig. Ich habe zuerst zugesagt. Ich kann mal etwas anders machen, dachte ich. Sie schicken mir zuerst Geld für den Einkauf und die Lieferkosten und ich soll mit dem Geld in den Laden gehen und das gewünschte Produkt kaufen. Danach soll ich es irgendwie gut im Paket „verstecken“, damit sie keinen Zoll dafür zahlen müssen. Ich sollte kostenlose Magazine darauf packen und auf den Paket-Zettel als Inhalt „Buch“ schreiben (Wenn der Wert von Buch bis 16.000 JPY ist, muss man in Japan kein Zoll bezahlen.) Aha … ok, das ist Betrug. Pro Versand sollte ich 2.000 JPY (ungefähr 15 Euro) bekommen. Ich sollte aber davor den Laden fragen, wie lang es dauert oder ob man sofort kaufen kann. Ahhhhh! Ich bin stolz auf meine Arbeit bei Yukai und verwalte die Seite gerne, um euch und mir selbst dabei zu helfen, meine Heimat und deren Kultur kennenzulernen. Ich lerne also deswegen die schönen Seiten und auch die „UN“schönen Seiten kennen. Was ich seltsam fand, ist dass sie nicht denken, dass sie Betrüger sind. Ich will auf keinen Fall Betrüger sein!! Daher habe ich ihnen natürlich nicht geholfen!!

 

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