Classic Games: Silent Hill 1

Es sind nun mehr 18 Jahre vergangen seid dieses Meisterwerk der Videospielgeschichte erschienen ist. Das war noch auf der guten alten PlayStation 1 – eine Zeit ohne Installation von Spielen und “Day-One-Patches”, einfach Disc rein und losspielen. Aber darum geht es heute nicht. Ich bin zwar mittlerweile ein Videospiel-Veteran, aber zu dieser Zeit durfte ich das Spiel theoretisch noch nicht spielen, habe es aber trotzdem getan und mich ordentlich gegruselt. So eine dichte Atmosphäre, ein ständiges Gefühl des Unbehagens, das gab es so vorher bei Videospielen noch nicht. Sicherlich gab es Spiele aus dem Horror-Genré, aber Silent Hill hat die Messlatte ein ganzes Stück höher gesetzt. Zu damaliger Zeit war die Grafik sehr gut und diese wurde, trotz beschränkter Hardware der PS1, mit ein paar Tricks erkauft. In der Stadt „Silent Hill“ herscht ein ständiger, dichter Nebel der die Sichtweite stark einschränkt. Dadurch wird einerseits die Atmosphäre dichter, da man Monster erst hört bevor man sie überhaupt sehen kann und die Konsole hatte nicht so viel zu berechnen. In Innenräumen war es stockfinster und man hatte nur eine Taschenlampe, das selbe Prinzip also, nur anders umgesetzt. Das war so gut in die Geschichte und Umgebung integriert, dass es einem überhaupt nicht auffiel, dass die Grafik ohne diese „Effekte“ nicht möglich gewesen wäre.

Man übernimmt im Spiel die Rolle von Henry, der nach einem Autounfall seine Tochter verliert und in der nahe gelegenen Stadt „Silent Hill“ nach dieser sucht. Dabei eröffnet sich dem Spieler nach und nach die düstere Geschichte der Stadt. Das Gameplay ist relativ simpel: Man kämpft sich durch allerlei Gegner hauptsächlich mit Nahkampfwaffen, auch wenn man im Verlauf des Spieles auch Schusswaffen findet. Es gibt auch allerlei Rätsel zu lösen, die ich zu dieser Zeit als äußerst knackig empfand – wie das heute im Vergleich zu anderen Spielen aussieht kann ich nicht sagen, aber die Serie ist grundsätzlich für etwas knackigere Rätsel bekannt. Es gibt natürlich immer mal wieder Zwischenbosse, als Gegnertypen aber nur eine Hand voll. Durch die sehr dichte Atmosphäre ist das aber zu verschmerzen. Eine Besonderheit des Spieles ist allerdings, dass es immer wieder zwischen der Albtraumwelt voller Leichen, Rost und Dreck, sowie der “Normalen” wechselt. Obwohl die “Normale” ja schon ziemlich gruselig ist.


Bewertung

8 von 10 Punkten
Fazit: Meilenstein im Horror-Genré

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