Final Fantasy 15

Final Fantasy XV

Es ist schon einige Zeit vergangen, seid Final Fantasy 15 erschienen ist. Nachdem ich intensive durch die Welt gestriffen bin und versucht habe, jedes noch so kleine Detail in mich aufzunehmen, fühle ich mich nun endlich in der Lage etwas über dieses Spiel zu schreiben. Nach nun mehr als 60 Spielstunden bin ich zwiegespalten was ich über dieses Spiel sagen soll. Vielleicht fange ich einfach am Anfang an.

Man fängt in einer großen offenen Spielwelt an, die man nach Lust und Laune erkunden kann, wie man es auch von anderen “Open-World-Games” kennt. Die Grafik bietet dabei viele Details, allerdings gibt es weit weniger Abwechslung als man es von der Konkurenz kennt. Man bekommt als die ersten Aufträge, wie man sie schon gefühlt 100.000x erledigt hat. Suche das oder gehe dorthin und töte dies und das. Soweit, so uninteressant. Das kann man jetzt negativ oder positiv sehen, man kennt das eben. Was viel mehr ins Auge fällt ist die Art, wie man zu Orten des Geschehens kommt – mit dem “Regalia”. Das ist ein elegantes Auto, das von PS nur so zu strotzen scheint … jedoch kann man damit maximal ca. 50 km/h fahren. Und damit nicht genug! Man kann sich fahren lassen und den Ausblick genießen, was am Anfang durchaus schön ist, jedoch wenn 6 Minuten warten muss und die Fahrt überspringen kann, kann das schon nerven – sozusagen Zeit um einen Snack zuzubereiten oder auf die Toilette zu gehen. Nur muss niemand so oft auf’s Klo und wenn jede “Zwangspause” etwas isst, dann wird man wohl zwangsläufig im Laufe des Spieles einiges an Pfunden zulegen. Nungut, man kann ja auch selbst fahren, der einzige Haken: Man fährt wie auf Shcienen und hat nur ein Minimum an Kontrolle + den schon erwähnten Tempomat. Deshalb habe ich mich in 95% der Fälle für das “Fahren lassen” entschieden. Diese Tatsache hat mich am Anfang echt runtergezogen und diesen faden Beigeschmack bin ich erst losgeworden, als ich einigermaßen viele Orte besucht hatte und so die Schnellreisefunktion nutzen konnte.

Davon abgesehen ist das Kampfsystem wirklich intuitive und mach nach ein wenig eingewöhnung wirklich Laune. Fans von den klassischens FFs könnte es aber zu Action-Lastig sein. Mir persönlich hat das Zaubern überhaupt keinen Spaß gemacht, also habe ich mich komplett auf den Nahkampf beschränkt, was auch sehr gut funktioniert hat. Die Mitstreiter agieren eigenständig, man kann ihnen aber auch Befehle erteilen. Dabei funktioniert die KI sehr gut und man hat nicht das Gefühl, dass man alles alleine macht. Die Gegner reagieren sowohl auf einen selbst, als auch auf die KI-Freunde gleich, was auch nicht selbstverstädlich ist. Für mich waren die Kämpf definitv das Highlight des Spiels.

Die zweite große Strärke von FF15 ist die Reise mit deinen 3 Freunden. Es sind Kleinigkeit, die es schaffen, dass man sich mit den Charakteren identifiziert und mit ihnen mitfühlt. Ständig reden sie miteinander wärend man läuft, fährt oder kämpft, aber es wird nie zu viel oder man hat auch nicht das Gefühl, dass sich das Gesagte ständig wiederholt. Dann gibt es noch das Campen, wodurch man sich einige Statuswerte verbessern und den Vieren dabei zuguckt wie sie gemütlich am Feuer sitzen und nach einem harten Tag Spaß haben.

Nach einem etwas holprigen Start mach es also mehr und mehr Spaß und tausch nach ca. 10 Stunden voll in die Welt von FF15 ein. Derweil nimmt die Hauptgeschichte gemächlich an Fahrt auf, was auch gut so ist, da man sowieso mehr mit Nebenaufträgen beschäftigt ist. Wenn man dann aber beschließt der Geschichte ernsthaft weiter zu folgen passiert nach ca. der Hälfte der Geschichte etwas seltsames. Das Spielerlebnis ändert sich von frei, gemütlich und abenteuerlich in linear und ein bisschen Kino-Artig, weil die Filsequenzen doch deutlich zunehmen. Ab diesem Punkt fühlt sich das Spiel doch sehr wie ein typisches Finla Fantasy an, was meiner Meinung aber so garnicht passt. Als man sich gerade an das komplett andere Spielprinzip gewöhnt hat und die Welt ins Herz geschlossen hat, wird man sehr brutal herausgerissen und in ein mehr oder weniger komplett anderes Spiel geworfen. Versteht mich nicht falsch, der 2. Teil mach spaß und ist sehr gut präsentiert nur gefällt mir dieser Bruch so garnicht. Zudem nimmt die grafische Qualität, zumindest was die Details angeht im letzten Viertel doch deutlich ab und es wirkt so, als ob das Spiel nun endlich fertig werden musste. Ein Abschnitt, ohne irgedwas zu spoilern, stößt da besonders negativ auf. Man läuft dort doch wirklich sage und schreibe 1-2 Studnen durch Gänge und Räume die nach “Copy-Paste” aussehen und trifft dabei genau 3 Gegner-Typen … da war ich wirklch genervt und wollte dass es so schnell wie möglich vorbei ist.

Zum Ende werde ich natürlich auch nichts sagen, außer dass es mich enttäuscht hat. Aber das ist nur meine Meinung, kann sein dass ihr es genial findet.

Abschließend kann ich sagen, dass Final Fantasy 15 ein sehr gutes Spiel mit vielen Schönheitfehlern und vielen guten Ansätzen ist. Mit 6-12 Monaten mehr Zeit und etwas mehr Mut hätten die Entwickler eines der besten FFs erschaffen können. Nichts desto trotz auf jeden Fall spielenswert, für FF Fans, als auch für Neueunsteiger … wie es auch das Spiel nicht müde wird, dies einem bei jedem Start in riesigen Lettern zu sagen 😉


Bewertung

7 von 10 Punkten
Fazit: Gebt dem Spiel etwas Zeit und es wird euch nicht mehr los lassen.

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